Kommunale Wärmeplanung - Gesamtstädtisches Wärme- und Klimakonzept
Gemäß Energiewende- und Klimaschutzgesetz (EWKG §7 (2)) des Landes Schleswig-Holstein ist die Stadt Oldenburg in Holstein als Unterzentrum mit Teilfunktion eines Mittelzentrums zur Aufstellung eines kommunalen Wärme- und Kälteplanes verpflichtet. Folgend Wärmeplan genannt.
Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, einen „Fahrplan“ zur klimaneutralen Wärme- und Kälteversorgung des gesamten Gebäudebestandes im Stadtgebiet bis spätestens 2045 zu entwickeln. Auf diesem Weg sollen Kommunen befähigt werden, ihren Beitrag zu den bundesweiten und landesweiten Klimaschutzzielen zu leisten, nämlich die Treibhausgasemissionen
- bis 2030 um mindestens 65%
- bis 2040 um mindestens 88 %
- bis 2045 um 100% zu reduzieren und den Anteil der regenerativen Energien in der Wärmeversorgung zu steigern.
Somit eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung des gesamten Gemeindegebiets bis spätestens 2045 sicherzustellen.
Das Land Schleswig-Holstein hat sich im (Energiewende- und Klimaschutzgesetz - EWKG) strengere Ziele gesetzt. Hier heißt es: „Schleswig-Holstein wird seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2040 so weit mindern, dass der erforderliche Minderungsbeitrag von Schleswig-Holstein zur Netto-Treibhausgasneutralität auf Bundesebene gemäß § 3 Absatz 2 Satz 1 des Bundes-Klimaschutzgesetzes bereits bis 2040 erreicht wird.“ Diese Zielvorgabe gilt auch für die Stadt Oldenburg in Holstein.
Bürgerbeteiligung
Die Stadt Oldenburg in Holstein hat die Arbeiten zur kommunalen Wärmeplanung erfolgreich abgeschlossen.
Vom 23.06.2025 bis einschließlich 20.07.2025 führte die Stadt Oldenburg in Holstein eine Bürgerbeteiligung zur kommunalen Wärmeplanung durch. Den Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung finden Sie »hier«.
Alle Oldenburger Bürgerinnen und Bürger waren vier Wochen eingeladen, den Bericht einzusehen und Anmerkungen oder Anregungen hierzu abzugeben. Dies war sowohl per Mail an stadtplanung@stadt-oldenburg.landsh.de oder per Brief an die Stadt Oldenburg in Holstein, Fachbereich 4, Markt 1, 23758 Oldenburg in Holstein möglich.
Der Wärmeplan liefert zentrale Erkenntnisse zum aktuellen Zustand und zur künftigen Entwicklung der Wärmeversorgung in Oldenburg.
Die Fernwärme spielt bereits heute eine bedeutende Rolle in der Stadt. Deshalb sieht der Entwurf der Wärmeplanung eine Verdichtung der bestehenden Fernwärmenetze sowie einen gezielten Ausbau vor. Die zukünftige Fernwärmeversorgung soll dabei schrittweise dekarbonisiert werden.
Möglich ist dabei weiterhin der Einsatz von Biogas oder Biomethan, aber auch Technologien wie Geothermie, Luftwärmepumpen oder Abwasserwärmenutzung. Eine vertiefende Machbarkeitsstudie zur Zukunft der Fernwärme durch die HanseWerk Natur soll weitere Erkenntnisse liefern. Auch für die übrigen Stadtgebiete wird im Hinblick auf das Ziel der Klimaneutralität ein schrittweiser Ausstieg aus fossilen Heizsystemen angestrebt. An ihrer Stelle sollen vor allem erneuerbare dezentrale Versorgungslösungen wie z.B. Wärmepumpen eingesetzt werden.
Wasserstoff für die Nutzung in dezentralen Heizungen wird keine Rolle spielen.
Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, einen „Fahrplan“ zur klimaneutralen Wärme- und Kälteversorgung des gesamten Gebäudebestandes im Stadtgebiet bis spätestens 2040 zu entwickeln. Auf diesem Weg sollen Kommunen befähigt werden, ihren Beitrag zu den bundesweiten und landesweiten Klimaschutzzielen zu leisten.
Die Stadt erhoffte sich von dieser Beteiligung, diese Wärmeplanung gut zu ergänzen, sodass im September mit einer ausgereiften Wärmeplanung in die Beratung und Beschlussfassung in den städtischen Gremien gegangen werden kann.
Die Stadt bedankt sich an dieser Stelle für Ihre Rückmeldung und Teilnahme.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an nebenstehende Kontaktadressen.
